Ein hoher Blutzuckerspiegel nach dem Essen ist sehr ungesund. Natürlich ist ein erhöhter Insulinspiegel noch viel schädlicher für die Gesundheit von Menschen mit einer Insulinresistenz. Aber wie können Diabetiker sich durch ihre Ernährung dagegen schützen? Tatsächlich bieten die asiatischen Shirataki-Nudeln eine Antwort darauf. Der Verzehr dieser Konjak-Nudeln senkt den Blutzuckerspiegel und schützt so die Gesundheit von den Diabetikern. Doch wie funktioniert das?

 

Konjakwurzel enthält gesundheitsfördernden Ballaststoff

Ursprünglich kommen die langen, weißen Shirataki-Nudeln aus Asien. In Japan, China und Südostasien wächst nämlich die Konjakwurzel, aus der die Wundernudeln gewonnen werden. Dieses Gewächs enthält den wasserlöslichen Ballaststoff Glucomannan. Dieser Ballaststoff verzögert die Verdauung. Nach dem Verzehr von Shirataki-Nudeln bleibt man länger satt und isst weniger, deswegen steht die Pasta ja auch bei Low Carb Anhängern und Muskelfans auf dem Speiseplan.

Die langsame Verdauung ist aber auch der Grund, warum viele Diabetiker auf die Konjak-Nudeln zurückgreifen. Bei der langsamen Entleerung des Magens gelangen die Nährstoffe erst nach und nach in den Blutkreislauf. Das führt dazu, dass der der Insulin- und Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen und auf längere Zeit stabil bleiben. Gerade ein sehr hoher oder sehr tiefer Insulinspiegel können ja für Diabetiker zum Verhängnis werden. Der Ballaststoff Glucomannan gewährleistet, dass der Blutzuckerspiegel konstant bleibt.

 

Wissenschaftlicher Beweis: Shirataki-Nudeln regulieren Blutzuckerspiegel

Um den Einfluss des Ballaststoffes Glucomannan auf den Blutzuckerspiegel zu testen, nahmen 20 Diabetiker im Rahmen einer Studie vier Wochen lang 3 g Glucomannan täglich ein. Ab 3 g hat der Ballaststoff nämlich eine nachweisliche Wirkung auf die Verdauung. Nach dem Essen fiel auf, dass ihr Blutzuckerspiegel deutlich gesunken war. Daher leiteten die Wissenschaftler ab, dass der Ballaststoff, und somit Shirataki-Nudeln, eine gute Nahrungsergänzung für Diabetiker oder generell zur Kontrolle des Blutzuckerspiegels sind.

Da sich bei Diabetikern die Resistenz gegen Insulin meist über einen längeren Zeitraum entwickelt, testeten die Forscher auch konkret die Wirkung von der Konjakwurzel auf die Insulinresistenz. Dafür suchten sie Probanden aus, die resistent gegen Insulin waren, einen übermäßig hohen Triglyceridspiegel und Bluthochdruck aufwiesen und deren Ernährung aus vielen Kohlenhydraten bestand. Die Testpersonen assen jeden Tag 0,5 Glucomannane als Nahrungsergänzungsmittel pro 100 Kalorien. Im Gegensatz dazu nahm die Kontrollgruppe in dem dreiwöchigen Versuch Cracker aus Weizenkleie ein.

 

Bami Goreng mit Konjak Nudeln

Bami Goreng mit Konjak Nudeln

Konjak-Nudeln für Diabetiker: Glucomannane therapiert Insulinresistenz

Als Ergebnis zeigte sich, dass die Gruppe, die die Konjakwurzel einnahm, nach den Mahlzeiten niedrigere Cholesterin- und Bluttfettwerte aufwies. Auch der Fructosaminspiegel, der die Blutzuckwerte der vergangenen Wochen widerspiegelt, war bei den Probanden deutlich gesunken. Ist der Fructosaminspiegel sehr hoch, weist das auf einen hohen Blutzuckerspiegel in den letzten Wochen hin. Aber das war ja nicht der Fall. Somit ergab die Studie, dass das in der Konjakwurzel enthaltene Glucomannane als therapeutische Maßnahme bei Insulinresistenz angewandt werden kann. Deswegen eignen sich Shirataki-Nudeln hervorragend für Diabetiker. Hier finden Sie leckere Rezepte, die Ihnen helfen, Ihren Blutzuckerspiegel konstant zu halten!

Da auch Shirataki-Reis aus der Konjakwurzel gewonnen wird, eignet sich dieser genauso gut als therapeutische Maßnahme für Diabetiker. Statt Konjak-Nudeln können Sie also bei einer Insulinresistenz Ihren Gerichten auch Shirataki-Reis hinzufügen. Auch dieser lässt sich mit etwas Konjakmehl ganz leicht herstellen.

 

Was passiert, wenn Diabetikern die Blutzuckerwerte entgleisen?

Warum es überhaupt gefährlich ist, einen sehr hohen oder sehr niedrigen Blutzucker zu haben? Je nach Art der Diabetes kann es schnell zu einem stark sinkenden oder ansteigenden Insulinspiegel kommen. Dies ist nicht nur langfristig gefährlich für die Gesundheit, sondern kann in dem Moment zu starker Verwirrung oder sogar zu Ohnmacht führen. Auf längere Sicht erhöhen sich bei solchen Spitzen des Blutzuckers das Risiko auf Herzinfarkt und Schlaganfall, sowie auf Erblindungen, Krebs und Nierenschäden. Außerdem kommt es auch schneller zu nicht lebensbedrohlichen Beschwerden, wie Nagel- oder Fußpilz. Das Fatale ist, dass schlimme Folgen auch erst zehn Jahre nach einer Ausschreitung der Blutzuckerwerte auftreten können. Insgesamt zeigt sich also, dass Diabetes Auswirkungen auf den ganzen Körper hat, deswegen ist es wichtig, stets auf einen stabilen Blutzuckerwert zu achten. Der Verzehr von Konjak-Nudeln oder Shirataki-Reis können dabei helfen, diesen zu regulieren.

 

Häufige Ursachen

Falsche Dosierung

Unterzuckerung ist meist durch eine falscche Dosierung bedingt. Normalerweise wirken Diabetiker unstabilen Blutzuckerwerten durch Insulinspritzen, Diabetestabletten und die regelmäßige Messung ihres Blutzuckers entgegen. Natürlich kann es passieren, dass man versehentlich die doppelte Dosis einnimmt oder das Essen nach der Tabletteneinnahme vergisst. Bei Insulinspritzen kann eine falsche Einschätzung des Kohlenhydratgehaltes Ursache für die Unterzuckerung sein.

 

Sportliche Anstrengung

Auch nach längerem Sport kann es schnell zur Unterzuckerung kommen. Grund dafür ist, dass die Muskeln versuchen ihren Energiespeicher aufzufüllen. Dafür holen sie sich Zucker aus dem Blut. Dadurch kann auch noch Stunden nach der sportlichen Aktivität Unterzuckerung auftreten. Dem kann mal als Diabetiker entgegenwirken, indem man seine Blutzuckerwerte nach dem Sport regelmäßiger kontrolliert und die Tabletten- oder Insulindosis frühzeitig herunterschraubt.

 

Alkoholkonsum

Außerdem kann der Verzehr von alkoholischen Getränken Stunden später zu stark sinkendem Blutzucker führen. Das liegt daran, dass die Leber eigentlich dafür verantwortlich ist, die stetige Energieversorgung des Körpers zu sichern und somit der Unterzuckerung entgegenzuwirken. Das Zuckerspeicher-Organ kann dieser Aufgabe jedoch nicht nachkommen, wenn es damit beschäftigt ist, Alkohol abzubauen. Auch hier gilt es den Blutzuckerwert häufiger zu kontrollieren. Außerdem sollten Insulinspritzende die Kohlenhydrate, die im Alkohol enthalten sind, außer Acht lassen.

 

Verschiedene Arten der Blutzuckerentgleisung bei Diabetikern

Man unterscheidet zwischen drei Arten der Stoffwechselentgleisung bei Diabetes. Was auftreten kann, hängt davon ab, welcher Diabtestyp vorliegt. Alle Blutzuckerentgleisungen haben jedoch gemeinsam, dass die Blutzuckerwerte stark vom Normalzustand abweichen.

 

Hyperosmorales Koma

Hierbei steigen die Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum sehr stark an. Nachteil daran ist, dass der Körper sehr viel Flüssigkeit verliert und sich Mineralstoffe und Zucker im Blut stärker konzentrieren. Man spricht hierbei von „hyperosmolarem“ Blut.

Ursache hierfür kann ein Infekt sein, der mehr Insulin fordert. Wer zu wenig trinkt oder seine Therapie vernachlässigt, läuft genauso Gefahr in ein hyperosmolares Koma zu gelangen.

 

Symptome und Hilfe beim hyperosmoralem Koma

Ein hyperosmolares Koma tritt beim Typ-2-Diabetiker auf. Sie können dies erkennen, wenn Sie zunehmend trockene Haut bekommen und häufiger und größere Mengen an Urin ausscheiden. Anzeichen können auch plötzliches Fieber ohne Infekt, Müdigkeit, Schwindel und Muskelzuckungen sein. Außenstehende sollten spätestens bei starker Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit erkennen, dass Ihr Blutzucker außer Kontrolle geraten ist. Um dem entgegenzuwirken, sollten Sie Beschwerden wie starke Müdigkeit und Schwindel mit Diabetes in Verbindung bringen. Kontrollieren Sie Ihren Blutzucker regelmäßig, trinken Sie viel und suchen Sie lieber einmal zu viel als einmal zu wenig einen Arzt auf.

 

Schwere Unterzuckerung

Von der schweren Unterzuckerung sind der Typ-1-Diabetiker und der Typ-2-Diabetiker, die Insulinspritzen oder Diabetestabletten verwenden, betroffen. Ihre Blutzuckerwerte sinken hier so tief, dass ihr Gehirn nicht mehr richtig arbeitet. Auf Grund dessen benötigen sie Hilfe von Außenstehenden. Für die schwere Unterzuckerung gibt es viele verschiedene Gründe. Zum einen kann es sein, dass die Diabetestabletten falsch dosiert wurden, also eine zu hohe Dosis eingenommen wurde, oder dass das Insulin falsch berechnet wurde. Auch der Verzehr von Gerichten mit zu vielen Kohlenhydraten oder sportliche Aktivität ohne Einnahme einer geringeren Dosis können Grund für einen sinkenden Blutzuckerwert sein.

 

Symptome und Hilfe bei schwerer Unterzuckerung

Anfänglich erkennen Sie sinkenden Blutzucker an Heißhungerattacken, starken Kopfschmerzen, zunehmendem Schweiß oder Zittern. Schreitet die Unterzuckerung weiter vorran, kommt es zu Schwindelattacken und Störungen der Konzentration und des Gedächtnisses. Außenstehende Personen bemerken womöglich Verhaltensauffälligkeiten, wie Albernheit oder Aggression. Im schlimmsten Fall kann es bei einer schweren Unterzuckerung zu Krampfanfällen und Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie merken, dass Ihr Blutzuckerwert sinkt, nehmen Sie schnell wirkende Kohlenhydrate zu sich. Dies kann zum Beispiel in Form eines Traubenzuckerpäckchens oder durch Flüssigzucker aus der Apotheke geschehen. Auch hier sollten Sie ihren Blutzucker regelmäßig kontrollieren und gegebenfalls weitere Kohlenhydrate zu sich nehmen.

 

Ketoazidose

Hiervon sind eigentlich nur Typ-1-Diabetiker betroffen, da bei der Ketoazidose ein starker Insulinmangel vorliegt. Das führt dazu, dass kein Zucker mehr in die Zellen gelangt und der Blutzucker steigt. Die Zellen müssen nun auf eine andere Art Energie gewinnen. Bei diesem Prozess entstehen saure Ketonkörper (Azetone). Diese lassen sich im Urin und im Blut messen. Grund dafür kann eine vergessene Insulininjektion sein, aber auch ein steigender Insulinbedarf, begründet durch beispielsweise Fieber. Schuld kann zudem ein Insulinpumpendefekt oder ein verstopfter Pumpenkatheter sein.

 

Symptome und Hilfe bei Ketoazidose

Warnungen für Sie können trockene Haut, starkes Durstgefühl oder das häufige Bedürfnis, Wasser zu lassen, sein. Außerdem kann Ihr Atem bei einer Ketoazidose nach Azeton riechen. Durch den steigenden Blutzucker werden Bauchschmerzen und Übelkeit ausgelöst. Möglicherweise fühlen Sie sich auch etwas benommen. Steigt Ihr Blutzuckerwert über 250 mg/dl sollten Sie einen Azetontest im Urin durchführen. Erhalten Sie dabei zwei oder drei Plusse, spritzen Sie sich Insulin. Die Dosis für diesen Fall sollten Sie vorher mit dem Arzt vereinbart haben.

Außerdem können Sie sich helfen, indem Sie viel trinken, körperliche Aktivitäten unterlassen, Außenstehende informieren und Ihre Blutzuckerwerte stetig kontrollieren. Sollten Sie sich allerdings nur etwas unsicher sein, benachrichtigen Sie sofort einen Arzt. Bei anhaltenden Symptomen und einem nicht abnehmenden Azetonanteil im Körper rufen Sie am besten einen Notarzt.

 

Diabetesvorsorge: Gesunde Ernährung und gute Kontrolle

Insgesamt gilt aber, dass Sie sich als Diabetiker, egal welcher Typ, stets mit Ihrem Blutzucker auseinandersetzen sollten. Durch die stetige Kontrolle Ihrer Blutzuckerwerte können Sie den Stoffwechselentgleisungen entgegenwirken. Informieren Sie sich genaustens über Ihre Bedürfnisse als Diabetiker und besprechen Sie mit Ihrem Arzt ausführlich, in welchen Fällen Sie welche Dosierung benötigen. Auch die richtige Ernährung spielt bei einer Blutzuckererkrankung eine Rolle. Die Shirataki-Nudeln unterstützen einen stabilen Blutzuckerwert und eignen sich deswegen hervorragend als Nahrungsergänzung. Zudem sollten Sie sich bewusst mit Ihrer Ernährung befassen.

Machen Sie zusätzlich, für den Fall der Fälle, Freunde und Familie mit Ihren Diabetestabletten oder Ihrer Insulinspritze bekannt. So wissen diese, wie sie sich in Notfallsituationen verhalten müssen und können Ihnen helfen. Sollten Sie bewusstlos sein, darf Ihnen allerdings nichts ohne ärztliche Hilfe eingeflößt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass dies in die Luftröhre gelangt und Sie in Lebensgefahr versetzt.